
22.04.26 –
„Ein notwendiger Schritt zum Schutz der Igel ist die Anordnung nächtlicher Ruhezeiten für Mähroboter. Was für uns Menschen praktisch ist, nämlich der nächtliche Mährobotereinsatz, ist für den Igel lebensbedrohend. Davor können wir nicht die Augen verschließen", fordert der grüne Ratsherr Bernd Zobel für seine Fraktion Maßnahmen von der Stadtverwaltung. Unterstützung für ein entsprechendes Vorgehen sieht Zobel in den Erklärungen des Deutschen Städtetages. Dieser fordert jüngst ein bundesweites Nachtfahrverbot von Mährobotern. Da Igel und andere Tiere nachtaktiv sind, ist nach Ansicht des Städtetages ein Verbot in den Abend- und Nachtstunden ein einfacher und wirksamer Beitrag zum Artenschutz.
Bei Gefahr fliehen die Igel nicht, sondern rollen sich ein. Dieses Verhalten schützt sie vor Fressfeinden, aber nicht vor rotierenden Messern. Die Folgen sind oft schwerste Verletzungen. Tierschutzorganisationen und Studien weisen darauf hin, dass Sensoren bei sehr kleinen oder jungen Igeln oft versagen. Allein in einem Jahr wurden nach Studien hunderte Igel durch Mähroboter verletzt. Städte wie Köln, Leipzig, Göttingen oder Hameln haben daher bereits Nachtfahrverbote eingeführt. „Die Erfahrungen anderer Kommunen zeigen: Ein nächtliches Mähroboterverbot lässt sich rechtlich umsetzen und wirkt unmittelbar. Da jetzt die Gartensaison wieder beginnt, sollte die Stadtverwaltung rechtzeitig initiativ werden", so Bernd Zobel abschließend in seiner Pressemitteilung.
Die Grünen hatten bereits im Spätsommer 2025 einen entsprechenden Antrag eingereicht, den die Verwaltung jedoch ablehnte.
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