BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN

Kreisverband Celle

Präambel – Kommunalwahl 2026

Präambel – Kommunalwahl 2026

Der Landkreis Celle steht vor großen Herausforderungen, die unser Zusammenleben und unsere Zukunft prägen. Die vergangenen Jahre haben gezeigt, wie wichtig eine starke Gemeinschaft und verlässliche öffentliche Strukturen sind. Krisen und Kriege haben uns gelehrt, dass Solidarität und verantwortungsvolles Handeln unverzichtbar sind.

Doch die größte Herausforderung bleibt der Klimawandel. Mobilität, Wohnen, Wirtschaft – alle Lebensbereiche müssen auf den klimapolitischen Prüfstand. Deshalb setzen wir uns für ein nachhaltiges Leben und Wirtschaften ein.

Der Schwund der Arten gehört zu den größten Umweltproblemen unserer Zeit. Erfreulich ist, dass sich viele Menschen in unserem Kreis für ein neues Naturschutzgesetz starkgemacht haben. Wir wollen diese Energie nutzen und die bäuerliche Landwirtschaft fördern – für gesunde Lebensmittel sowie für den Schutz von Mensch, Tier und Natur. Die Bohrindustrie und das vorhandene geothermische Potenzial sind wichtige wirtschaftliche Faktoren, unter anderem für die Wärmeplanung.

Gleichzeitig gilt: Nachhaltigkeit braucht soziale Gerechtigkeit. Wir wollen ein faires System sozialer Sicherheit und gleiche Chancen für alle Menschen. Vielfalt, Offenheit und Demokratie sind Grundpfeiler unseres Zusammenlebens. Deshalb stellen wir uns klar gegen jede Form von Rechtsextremismus und Ausgrenzung.

Mit diesem Programm laden wir Sie ein, unsere grünen Ideen kennenzulernen und gemeinsam für eine ökologische, soziale und zukunftsfähige Politik in Stadt und Landkreis Celle einzutreten.

1. Klimaschutz und Naturschutz

1. Klimaschutz und Naturschutz

Die Klimakrise ist längst Realität: Hitze, Dürre und Überschwemmungen bedrohen unsere Lebensgrundlagen. Klimaschutz ist dabei auch eine soziale Frage – denn gerade Menschen mit geringem Einkommen leiden besonders unter steigenden Energiepreisen und Extremwetterereignissen. Wir GRÜNEN setzen auf eine gerechte Wärmewende und den Schutz unserer natürlichen Ressourcen.

Klimaschutz und Artenschutz sind zentrale Aufgaben vor Ort. Städte, Gemeinden und Landkreise müssen Flächen für Windkraft und Photovoltaik ausweisen und über die Wärmeversorgung entscheiden. Wir müssen schnell handeln: Jeder vermiedene Bruchteil an Erhitzung schützt uns vor den Folgen der Klimakrise. Der klimaneutrale Umbau kostet – kein Klimaschutz jedoch ein Vielfaches mehr.

Auch der Verlust der Artenvielfalt ist dramatisch: Die Hälfte der rund 11.000 niedersächsischen Tier- und Pflanzenarten ist bedroht. Mit dem „Niedersächsischen Weg“ haben wir gemeinsam mit Umweltverbänden wichtige Fortschritte erzielt. Jetzt gilt es, diesen Konsens konsequent vor Ort umzusetzen.

Unsere Schwerpunkte:

a. Klimaschutz und Energie

  • Klimaschutz, der alle mitnimmt und niemanden finanziell überfordert.
  • Klimaneutralität bis 2035 für den Landkreis Celle.
  • Förderung erneuerbarer Energieprojekte – ideal mit Beteiligung von Bürger*innen (z. B. Energiegenossenschaften, Quartierslösungen).
  • Energetische Sanierung öffentlicher Gebäude und Unterstützung durch eine Energieagentur im Landkreis.
  • Stärkung durch Förderung der Oberflächen- und Tiefengeothermie

b. Klimaanpassung und Hitzeschutz

  • Hitzeschutzräume in allen Kommunen.
  • Hitzeschutzkonzepte für sensible Einrichtungen wie Pflegeheime und Krankenhäuser.

c. Natur- und Artenschutz

  • Förderung naturnaher Flächen zur Steigerung der Artenvielfalt.
  • Entwicklung von Biotopverbundsystemen – im Gegenzug Ermöglichung von Bauvorhaben an geeigneter Stelle.
  • Aktualisierung des Landschaftsrahmenplans des Landkreises.
  • Rückbau von Versiegelungen und Förderung grüner Oasen mit schattenspendenden Bäumen.
  • Wiedervernässung von Mooren als effektiver CO₂-Speicher.
  • Schutz von Grünland und Einhaltung von Gewässerrandstreifen.
  • Vorsorgekonzepte für Hochwasser und Dürrezeiten.
2. Mobilität und Verkehr

2. Mobilität und Verkehr

Wir machen Verkehrspolitik für alle – sicher, inklusiv und klimafreundlich. Unser Ziel ist eine Mobilität, die Menschen verbindet, die Wirtschaft stärkt und das Klima schützt. Kurze Wege, ein starker ÖPNV und ein Rad- und Fußwegenetz, das auch Platz für Rollstühle und Kinderwagen bietet, sind die Grundlage.

a. Ausbau des Radverkehrs

  • Schließen von Lücken im Radwegenetz, Entschärfung gefährlicher Kreuzungen.
  • Mehr Fahrradstraßen, sichere Schutzstreifen und gute Beleuchtung.

b. Starker ÖPNV

  • Einführung von „Kreis-Mobil“: ein integriertes Ticket für Bus, Bahn und Car Sharing.
  • Ausbau der Busverbindungen in Stadt und Landkreis

c. Sharing-Angebote

  • Förderung von Fahrrad-, E-Mobil- und Car-Sharing
  • Unterstützung lokaler Initiativen wie Greenhagen und All(er)seits mobil.

d. E-Mobilität

  • Ausbau der Ladeinfrastruktur in allen Kommunen
  • Elektrifizierung kommunaler Fahrzeugflotten

d. Überregionaler Verkehr

  • Sicherstellung des ICE-/IC-Haltpunktes in Celle
3. Offene, soziale, resiliente Kommune

3. Offene, soziale, resiliente Kommune

Für eine offene, soziale und resiliente Kommune, in der alle Menschen unabhängig von Herkunft, Alter oder Lebensweise teilhaben können, müssen Räume und Möglichkeiten geschaffen werden, in denen Ehrenamtliche und Hauptamtliche in Sicherheit mit Menschen zusammen zielorientiert arbeiten. Die Verankerung der Unterstützung des Ehrenamtes wahrt die Kontinuität unserer gesellschaftlichen Resilienz.

Soziale Ungleichheit wächst und betrifft auch unseren Landkreis. Steigende Mieten, fehlender Wohnraum und zunehmende Wohnungslosigkeit verschärfen die Lage. Kommunalpolitik kann Armut nicht verhindern, aber ihre Folgen abmildern.
Migration und Vielfalt gehören zu unserer Gesellschaft. Etwa 20 % der Bevölkerung zeigen gefestigte rassistische Einstellungen, dem müssen wir entschieden entgegentreten.

Wir setzen auf:

  • Orte für soziales Miteinander wie Begegnungsräume (z. B. „Handysprechstunde“)
  • Attraktive Bildungs-, Freizeit- und Arbeitsangebote, um Abwanderung zu verhindern.
  • Teilhabe und Demokratiebildung für alle Generationen
  • Schutz von Minderheiten und klare Haltung gegen Hass und Rechtsextremismus
  • Abbau von Barrieren und gleichberechtigte Teilhabe

Unsere konkreten Ziele:

a. Kinder, Jugendliche und Familien

  • Förderung von Jugendzentren, Jugendsport, Vereinen und Treffpunkten für queere Jugendliche
  • Erhalt und Ausbau von Skaterparks, Sport- und Spielplätzen
  • ausreichend Krippen- und Kitaplätze; verlässliche Ganztagsbetreuung
  • Stärkung der Sprachförderung und Fortbildung von Pädagog*innen
  • Unterstützung von Familienzentren und Elternkursen (z. B. DELFI, PEKiP, STEP)

b. Senior*innen und generationenübergreifendes Zusammenleben

  • Unterstützung von Seniorenprojekten, Begegnungsorten und alternativen Wohnformen

c. Gleichstellung, Vielfalt und Antidiskriminierung

  • Förderung von Frauen in der öffentlichen Verwaltung
  • Sichtbarkeit von queerem Leben im öffentlichen Raum
  • Fortbildungen zu queeren Themen für Gleichstellungsbeauftragte

d. Migration, Integration und Teilhabe

Förderung von Sprachkursen und Fortführung des Sprachmittler*innenpools
Dezentrale Unterbringung und umfassende Integrationsunterstützung

e. Inklusion und Barrierefreiheit

  • Barrierefreie Zugänge zu öffentlichen Gebäuden, Kultur- und Sportstätten
  • Nutzung einfacher Sprache in amtlichen Schreiben
  • Einrichtung einer hauptamtlichen Inklusionsbeauftragtenstelle – vorzugsweise durch eine Person aus der Selbstvertretung

f. Soziale Infrastruktur und Prävention

  • Stärkung der Präventionsarbeit durch Streetwork und Vernetzung sozialer Akteur*innen
4. Landwirtschaft und Ernährung

4. Landwirtschaft und Ernährung

Starke Höfe, gutes Essen

Die Zukunft der Landwirtschaft im Landkreis Celle liegt in einer klimafreundlichen, ressourcenschonenden und regional verwurzelten Bewirtschaftung. Sie sichert unsere Ernährung, stärkt den ländlichen Raum und schützt zugleich Umwelt und Klima. Wir setzen uns ein für eine Landwirtschaft, die bäuerliche Betriebe stärkt, Tiere achtet und natürliche Lebensgrundlagen erhält.

Unsere Ziele für eine nachhaltige Landwirtschaft:

  • Förderung einer ökologischen, tiergerechten und klimafreundlichen Landwirtschaft
  • Schutz fruchtbarer Böden, sauberen Wassers und der Artenvielfalt
  • Tiergerechte Haltungsformen und Weidehaltung als Standard
  • Ausbau erneuerbarer Energien auf landwirtschaftlichen Betrieben
  • Stärkung und Ausbau des ökologischen Landbaus im Landkreis Celle

Landwirtschaft verdient Anerkennung als zentraler Pfeiler unserer Ernährungssicherheit. Deshalb wollen wir:

  • Regionale Wertschöpfungsketten stärken und ausbauen
  • Mehr Bio- und regionale Produkte in Kitas, Schulen, Krankenhäusern und Verwaltungen
  • Förderung und Erhalt samenfester, vielfältiger Nutzpflanzen
  • Bezahlbare und gesunde Mahlzeiten in öffentlichen Einrichtungen
  • Unterstützung von Hofläden, Wochenmärkten, solidarischer Landwirtschaft und Direktvermarktung
5. Bildung und Digitalisierung

5. Bildung und Digitalisierung

Unsere Gesellschaft ist vielfältig und das zeigt sich besonders in unseren Kitas und Schulen. Kinder und Jugendliche kommen mit ganz unterschiedlichen Voraussetzungen zusammen. Diese Vielfalt ist eine Herausforderung für pädagogisches Personal – und zugleich eine enorme Chance für unsere gemeinsame Zukunft.

Bildung ist die Grundlage für ein selbstbestimmtes Leben und gesellschaftliche Teilhabe. Jeder Mensch hat ein Recht auf bestmögliche Bildung – ein Leben lang. Als Schulträger trägt der Landkreis Verantwortung für moderne Lernorte, digitale Ausstattung, Schulentwicklungsplanung und Bildungsberatung. Die steigenden Anmeldezahlen ermöglichen eine zweite IGS.

a. Moderne Schulgebäude

Wir setzen auf zukunftsfähige Schulen, die nach hohen energetischen Standards gebaut oder saniert werden. Sie sollen flexible Lernräume bieten, die individuelles Lernen ermöglichen. Lehrkräfte benötigen zudem ruhige Arbeitsplätze sowie Pausenräume, die Zusammenarbeit und Austausch fördern.

b. Lebenslanges Lernen

Bildung endet nicht mit dem Schulabschluss. Wir stärken:

  • Volkshochschule
  • Fahrbibliothek
  • Musikschule
  • Familienzentren

Unsere Schwerpunkte:

  • Demokratieförderung, Integration, kulturelle Bildung und soziale Teilhabe
  • Die VHS benötigt langfristig barrierefreie, moderne Räumlichkeiten – wir prüfen dafür u. a. den Standort der ehemaligen BBS 3 in der Bahnhofstraße

c. Sichere Schulwege

Schulen müssen sicher zu Fuß und per Fahrrad erreichbar sein und gut an den ÖPNV angebunden werden. Unser Ziel bleibt eine kostenfreie Schüler*innenbeförderung, um
Bildungsgerechtigkeit zu stärken.

d. Gesunde Ernährung

Wir setzen auf frische, regionale, saisonale und nachhaltige Mahlzeiten in allen Schulen – attraktiv für Kinder, bezahlbar für Familien.

e. Digitale Schule

Schulen benötigen:

  • schnelles, stabiles Internet
  • interaktive Tafeln
  • verlässliche IT-Betreuung
  • Mitbestimmung der Schulen bei Medienkonzepten
  • regelmäßige Fortbildungen für Lehrkräfte

f. Inklusion und Ganztag

Inklusion ist eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe.

Wir wollen:

  • Fortbildungen für pädagogisches Personal
  • barrierefreie Lernumgebungen
  • inklusive Ganztagsangebote
  • Stärkung der Schulsozialarbeit

g. Schulstandorte und Schulentwicklung

Die steigenden Anmeldezahlen machen eine zweite IGS im Landkreis erforderlich.

h. Berufsschulen und Fachkräftesicherung

Berufsschulen müssen modern ausgestattet sein – technisch, personell und digital.

Wir fördern:

  • Weiterbildungs- und Umschulungsangebote für alle Altersgruppen
  • sozialpädagogische Betreuung für junge Erwachsene
  • Kooperationen mit regionaler Wirtschaft
6. Wirtschaft / Tourismus / Energie / Finanzen

6. Wirtschaft / Tourismus / Energie / Finanzen

Für eine zukunftsfähige Politik im Landkreis Celle setzen wir auf den Dreiklang aus Ökologie, Wirtschaft und sozialer Verantwortung.

Unser Ziel ist eine nachhaltige Transformation, die regionale Wertschöpfung stärkt, Arbeitsplätze sichert und den Klimaschutz konsequent voranbringt. Wirtschaft und Ökologie sind keine Gegensätze – sie sind die Grundlage für eine lebenswerte Zukunft.

a. Wirtschaft

Eine starke Wirtschaft als Fundament

Für eine zukunftsfähige Politik im Landkreis Celle setzen wir auf den Dreiklang aus Ökologie, wirtschaftlicher Stärke und sozialer Verantwortung. Unser Ziel ist eine nachhaltige Transformation, die regionale Wertschöpfung stärkt, Arbeitsplätze sichert und konsequenten Klimaschutz voranbringt. Wirtschaft und Ökologie sind kein Gegensatz – sie sind die Basis für eine lebenswerte Zukunft.

• Verzahnung von Strom, Wärme und Mobilität
• Nutzung geothermischer Potenziale

Wir wollen die Wirtschaftsförderung gemeinwohlorientiert und ökologisch ausrichten.
Dazu gehören:

  • regionale Wertschöpfung stärken
  • kleine und mittlere Unternehmen unterstützen
  • Start-ups, Gründer*innenzentren und Coworking fördern13
  • Betriebe im Bereich erneuerbare Energien und Energieeffizienz ansiedeln
  • Transformation von Erdöl- und Bohrsektor begleiten
  • nachhaltige Beschaffung, Klimaschutz und soziale Standards als Vergabekriterium verankern
  • Digitalisierung in der Verwaltung ausbauen und eine klimaneutrale Verwaltung umsetzen
  • Kreislaufwirtschaft, Reparatur und Recycling fördern
  • Frauen in der Wirtschaft stärken

b. Tourismus

Tourismus im Landkreis Celle soll nachhaltig, naturverträglich und kulturell vielfältig sein.
Wir wollen:

  • Natur- und Kulturtourismus sowie Heideregionen stärken
  • Radwege ausbauen und Fahrradtourismus fördern
  • Bestandsgebäude statt Neubauten nutzen
  • barrierefreie Angebote schaffen
  • ÖPNV-Anbindung touristischer Ziele verbessern
  • Zusammenarbeit mit Nachbarkommunen und digitale Gästeservices fördern
  • faire Arbeitsbedingungen und Bürger*innenbeteiligung sicherstellen

c. Energie

Die Energiewende ist Schlüssel für Klimaschutz und regionale Wertschöpfung.
Wir setzen auf:

  • Ausbau erneuerbarer Energien (Solar, Wind) unter Berücksichtigung des Naturschutzes
  • Photovoltaik auf Dach- und Parkplatzflächen
  • Energieeffizienz und Gebäudesanierung im öffentlichen Bereich
  • Förderung von Energiespeichern und klimafreundlichen Heizsystemen
  • Ausbau von Nah- und Fernwärmenetzen, Nutzung von Abwärme
  • kostenfreie Energieberatung
  • Entlastung einkommensschwacher Haushalte
  • Verzahnung von Strom, Wärme und Mobilität
  • Nutzung geothermischer Potenziale

d. Finanzen

Eine nachhaltige Finanzpolitik bedeutet:

  • generationengerechte Haushaltsführung
  • langfristige Sicherung kommunaler Handlungsfähigkeit
  • Priorität für Investitionen in Klimaschutz, Bildung und soziale Gerechtigkeit
  • Finanzpolitik als Hebel für ökologische Transformation
7. Gesundheit und Pflege

7. Gesundheit und Pflege

Gesundheit ist ein Menschenrecht und darf nicht vom Wohnort oder Einkommen abhängen.

Eine gute Gesundheitsversorgung ist Teil der Daseinsvorsorge – so wichtig wie Wasser, Energie und Bildung. Wir GRÜNEN wollen eine moderne, gerechte und zukunftsfeste Gesundheits- und Pflegelandschaft im Landkreis Celle.

Unser Ziel: wohnortnahe Versorgung, starke Prävention – für alle Generationen.

a. Hochwertige Versorgung in der Fläche

Der demografische Wandel führt zu wachsenden Versorgungsbedarfen, während viele Ärzt*innen und Pflegekräfte in den Ruhestand gehen. Dadurch drohen Versorgungslücken. Wir stellen den Menschen in den Mittelpunkt: Gesundheit darf nicht vom Wohnort, Alter oder Einkommen abhängen. Alle Menschen sollen den gleichen Zugang zu einer guten Gesundheitsversorgung haben.

Dafür setzen wir auf:

  • Medizinische Versorgungszentren (MVZ) und Regionale Gesundheitszentren (RGZ) in kommunaler oder gemeinnütziger Trägerschaft, in denen Ärzt*innen und andere Gesundheitsberufe im Team arbeiten.
  • Landarztprämie bis zu 60.000 €, um junge Ärzt*innen für unterversorgte Gebiete zu gewinnen.
  • Interdisziplinäre Teams: Haus- und Fachärztinnen, Pflegekräfte, Hebammen, Physiotherapeutinnen sowie Gemeinde-Notfallsanitäterinnen als erste Ansprechpartnerinnen.
  • Digitale Lösungen: Telemedizin, Videosprechstunden und digitale Gesundheitsassistenten für eine bessere Versorgung auch über größere Distanzen.
  • Kommunale Gesundheitsberatung: Niederschwellige Angebote wie „Gesundheitsnachmittage“ zu Themen wie Ernährung und Impfungen, für Senioren

b. Notfallversorgung und Rettungsdienst

Wir wollen eine leistungsfähige und koordinierte Notfallversorgung:

  • Integriertes Notfallzentrum im AKH Celle, vernetzt mit KV-Hotline 116117, Notruf 112 und telemedizinischen Angeboten
  • Flächendeckender Einsatz Ersthelfer-App zur Alarmierung geschulter Freiwilliger für lebensrettende Hilfe bis zum Eintreffen des Rettungsdienstes
  • Gemeinde-Notfallsanitäter*innen zur Entlastung des Rettungsdienstes.

c. Krankenhausstruktur

Das AKH Celle ist einer der größten Arbeitgeber, aber finanziell stark belastet.
Wir fordern:

  • Prüfung einer Rekommunalisierung: Überführung in die öffentliche Hand unter Beteiligung von Landkreis und Stadt
  • Kooperation mit Hannoveraner Krankenhäusern, um Fachkräfte zu sichern und die Versorgung zu stärken
  • Schwerpunkte mit überregionaler Strahlkraft, um Arbeitsplätze zu
  • erhalten.
  • Klimaneutraler Umbau des Krankenhauses als Teil der Energiewende
  • Transparenz und Kontrolle: Veröffentlichung von Kennzahlen

d. Pflegerische Versorgung

Wir setzen auf Prävention und den Ausbau bestehender Angebote:

  • Selbstbestimmtes Leben zuhause: Ausbau ambulanter Pflegeformen statt Großeinrichtungen.
  • Pflege-Tische in allen Gemeinden, um Bedarfe gemeinsam zu ermitteln.
  • Mehr Kurzzeitpflegeplätze und gerontopsychiatrische Einrichtungen zur Entlastung pflegender Angehöriger.
  • Integration von Pflegefachkräften aus dem Ausland.
  • Stärkung der Heimaufsicht für Beratung und Kontrolle.