
30.06.26 –
"Temperaturen von 38 Grad am Wochenende zeigen: Die Sommer werden heißer. Solche Hitzewellen sind keine Ausnahme mehr und werden auch in Celle zunehmend zum Alltag gehören. Trotzdem spielt Hitzeschutz in Celle nur eine untergeordnete Rolle", erklärt der grüne Ratsherr Bernd Zobel. Er fordert ein kommunales Hitzeschutzkonzept mit klaren Zielen und konsequenter Umsetzung.
Bereits im November 2024 und zuletzt im März 2026 hatte die GRÜNE Stadtratsfraktion entsprechende Anträge gestellt. Zobel weist zudem darauf hin, dass die Stadt Celle im Vergleich zum restlichen Niedersachsen eine überdurchschnittliche alte und damit gesundheitlich gefährdete Bevölkerung habe. Gerade diese Bevölkerungsgruppe sei durch extreme Hitze besonders gefährdet. Die ärztliche Warnung vor der zunehmenden Gefahr von Hitzetoten müsse endlich ernst genommen werden. Zu einem wirksamen Hitzeschutz gehören nach Auffassung Zobels unter anderem kühle Aufenthaltsorte im öffentlichen Raum, zusätzliche Straßenbäume, eine stärkere Dach- und Fassadenbegrünung, mehr Schatten an Bushaltestellen, mehr öffentliche Trinkwasserspender sowie eine Stadtplanung, die unter anderem durch Entsiegelung von Flächen und weniger Versiegelung den Herausforderungen des Klimawandels konsequent Rechnung trage.
"Anfänge seien gemacht, aber der Hinweis der Verwaltung vom Juni, dass diese Aufgaben im Verwaltungshandeln verankert seien, reiche nicht aus", so Zobel. "Gerade an diesem Wochenende hätten ein geöffnetes Rathaus als kühler Aufenthaltsort, die Ausgabe von Trinkwasser in der Altstadt und in den Stadtteilen und kühlende Wassersprühanlagen, wie sie in anderen Städten bereits eingesetzt werden, schnell und unbürokratisch helfen können."
Abschließend hebt Zobel das Engagement der Ambulanten Hilfe und der Bahnhofsmission hervor. "Dass private Initiativen an diesem heißen Wochenende Unterstützung geleistet haben, verdient große Anerkennung. Dennoch bleibt der Hitzeschutz eine wichtige kommunale Aufgabe, der sich die Stadt entschlossen stellen muss.“
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