GRÜNE in Celle: Mögliches Atommüllendlager bei Lutterloh nicht hinnehmbar

08.09.20 – von Kreisverband Celle

Ein mögliches Atomendlager bei Lutterloh ist für die Celler Grünen nicht hinnehmbar.

„Bereits vor 40 Jahren war Lutterloh nicht erste Wahl und erwies sich als ungeeignet“, heißt es in einer Stellungnahme der beiden Kreisvorsitzenden Marlies Petersen und Bernd Zobel.

„Die Grünen sind vor über 40 Jahren gegen die Atomkraft angetreten, weil u.a. auch die Endlagerung nicht geregelt war. Um Schaden von uns allen abzuwenden, ist eine sichere Endlagerung sicher notwendig. Bisher ist aber Niedersachsen zum „Atomklo“ der Nation geworden.

Salzstöcke haben sich als nicht sicher erwiesen. Das zeigen die Beispiele Asse und Gorleben“, so M.Petersen und B.Zobel. Christian Brandes, grünes Kreisvorstandsmitglied, betonte, dass die Grünen zwar die Standortsuche aus Verantwortung mit initiiert hätten, hob aber auch hervor, „falls Lutterloh wieder auf der weißen Karte der Endlagersuche steht, ist das ein Zeichen dafür, dass im Süden der Republik wieder geblockt wird.“

Die Grünen sind sich sicher, dass wie vor 40 Jahren sich ein großer Protest in der Südheide entwickeln werde.

„An dieser Seite werden wir wie seit den 70er Jahren stehen.“, so Marlies Petersen. Als erste Schritte nach Bekanntgabe der infrage kommenden Standorte am 28.September fordern die Grünen Transparenz und partizipative Gestaltung. So müssten zunächst alle für die Standortwahl herangezogenen Geodaten veröffentlicht werden. Auch müsse für die Öffentlichkeitsbeteiligung genug Zeit eingeräumt werden.

„Leider hat die Große Koalition in dem im Juni 2020 verabschiedeten Geologiedatengesetz die Daten privater Firmen der Öffentlichkeit für 30 Jahre entzogen“, fügte M. Petersen abschließend an.

Anfang Oktober werden die Grünen auf ihrer angesetzten Mitgliederversammlung gegebenenfalls dann weitere Schritte einleiten, kündigten die Kreisvorsitzenden an.

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