Kreistag beschließt bei Neu- und Umbauten von Schulen den Einbau von raumlufttechnischen Anlagen

15.07.22 von Kreistagsfraktion

Für Räume, in denen besondere Anforderungen bestehen (z. B. Schallschutz, Versammlungsstätten, Fachunterrichtsräume mit Verdunkelung oder fehlende ausreichende Belüftung über Fenster) werden künftig solche Anlagen eingebaut.

„Für unsere Kreistagsfraktion, dem Klimabündnis, kann ich sagen, dass wir mit der Beschlussvorlage sehr zufrieden sind.“, so Reinhard Rohde im Kreistag. „Künftig werden also alle Schulneubauten mit raumlufttechnischen Anlagen ausgestattet.“

Das Umweltbundesamt weist dies aus als ‚nachhaltigste Maßnahme zur Verbesserung der Innenraumlufthygiene, deren Erfolg auch nach Beendigung der Pandemie anhält‘.

„Selbstverständlich hilft uns dies nicht mehr beim aktuellen Pandemiegeschehen“, so Rohde. „Aber: Wie das Umweltbundesamt feststellt, ist dies eine nachhaltige Maßnahme. Denn neben der Raumlufthygiene hat dieses Vorgehen einen zweiten zukunftweisenden Vorteiil, nämlich: die Wärmerückgewinnung. Bis zu einem Drittel der eingesetzten Heizenergie kann so gespart werden. In der letzten Periode hat die GRÜNE Kreistagsfraktion genau deshalb schon diesen Antrag gestellt gehabt. Seinerzeit fand er leider keine Mehrheit“.

Zur Lösung akuter Probleme hat die Verwaltung bereits in 18 Räumen, die sich nicht über Fenster lüften lassen, mobile Raumluftfilter installiert. „Wir haben in den Diskussionen im Fachausschuss aber gesehen, dass mobile Raumluftfilter nicht die Wirkung entfalten, die das schlichte Lüften über Fenster hat. Sie können nur eine Notlösung sein. Auf der anderen Seite hat die Verwaltung plausibel dargelegt, dass ein Einbau von Raumlufttechnischen Anlagen in Bestandsbauten technisch kaum möglich ist, u.a. weil die Raumhöhen dies nicht hergeben.“, ergänzt Rohde.

Das heißt: Bei einem relevanten Pandemiegeschehen im nächsten Schuljahr wird weiterhin das Stoßlüften nach 20 Minuten Unterricht die wichtigste Maßnahme sein.

Dass die Verwaltung dies im Fachausschuss als Konzept dargestellt hat, hat für Diskussionen und Fragezeichen gesorgt. „Dahinter steckt meines Erachtens die Vorstellung, dass eine Gesellschaft wie die unsere in der Lage sein müsste, alle Probleme technisch zu lösen. Ich denke, das ist falsch. Im Rückblick auf den Beginn der Pandemie lässt sich feststellen, dass es das Fehlen von Materialien und Regeln zur Basishygiene waren, das viele unnötige Tode gefordert hat. Nichtsdestotrotz ist es richtig und wichtig, ab sofort alle Schulneu- und -umbauten mit raumlufttechnische Anlagen zu versehen. Das fällt dann, wenn man so will, unter das Fortschritts-Paradigma, das die Mehrheitsgruppe im Namen trägt.“

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Kreistagsfraktion Schule

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