Stadtverband Celle
Fraktionsvorsitzende der Stadtratsfraktion, Georgia Langhans, legt Mandat nieder
Die Ratsfrau und Vorsitzende der Stadtratsfraktion BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN Georgia Langhans legt ihr Ratsmandat nach 21 Jahren nieder. Georgia Langhans ist in mehreren Ratsausschüssen aktiv und Vorsitzende des Integrationsausschusses. Darüber hinaus wirkt sie unter anderem im Aufsichtsrat der Städtischen Wohnungsbaugenossenschaft und im Netzbeirat des Energieversorgers SVO mit.
"Es reicht," mit diesen Worten verabschiedet sich Georgia Langhans, Fraktionsvorsitzende der Grünen, aus dem Stadtrat. "Nach den Erfahrungen der letzten Ratssitzung bei der Besetzung der Stelle der Gleichstellungsbeauftragten sehe ich keine Basis einer sachorientierten politischen Zusammenarbeit mehr. Die CDU und in ihrem Geleit FDP, WG und Unabhängige haben zum wiederholten Mal im Rat ein anderes Abstimmungsverhalten als in den Ausschüssen gezeigt. Damit haben sie bei der Wahl der Gleichstellungsbeauftragten nicht nur die gewählte Gleichstellungsbeauftragte beschädigt, indem sie sie für ihre schäbige Machtdemonstration missbraucht haben, sondern gleich auch eine städtische Mitarbeiterin, die unterlegene Kandidatin Frau Mourmouri, dazu."
Georgia Langhans betonte, als Grüne sei sie in der Ratsarbeit schmerzliche Niederlagen gewöhnt. Woran sie sich nicht gewöhnen wolle sei der Umstand, dass nach der Kommunalwahl - die mit deutlichen Verlusten bei CDU und FDP einherging - eine wenig an der Sache orientierte Politik bestimmend für die Ratsarbeit geworden sei. Diese diene stattdessen nurmehr dem konservativen Machterhalt.
"Ich vermisse ein leidenschaftliches Ringen um die besten Lösungen für diese Stadt. Stattdessen bedienen CDU und in ihrem Schlepptau FDP, WG und die sogenannten Unabhängigen mit ihrem Verhalten alle gängigen Vorurteile in der Politik. Ich habe immer für einen fairen Umgang miteinander gestanden, bin aber auch keiner harten inhaltlichen Auseinandersetzung aus dem Weg gegangen. Die letzte Ratssitzung hat aber für mich das Fass zum Überlaufen gebracht. Der plötzliche Sinneswandel einiger Ratsmitglieder ist für mich schlicht Folge einer durchgezogenen Machtdemonstration."
Georgia Langhans bedauert diese Entwicklung und bezeichnet sie als nicht zukunftsfähig für die Stadt Celle und äußert abschließend: "Das ist nicht mein Politikstil und ich habe nicht vor, mich diesem Schmierentheater weiter auszusetzen."
Die GRÜNE Stadtratsfraktion meint dazu:
Die Stadtratsfraktion von Bündnis 90/ Die Grünen nimmt die Mandatsrückgabe von Georgia Langhans mit großem Bedauern, aber auch mit Verständnis und Respekt zur Kenntnis.
Georgia Langhans hat sich mit großer Fachkompetenz, Verantwortungsbewusstsein und leidenschaftlichem Engagement in unsere Fraktionsarbeit und über eine Periode von 21 Jahren in den Rat der Stadt Celle eingebracht und vieles bewegt. Dafür danken wir ihr ganz herzlich.
Der Vorstand des GRÜNEN Celler Stadtverbandes betont:
Georgias Rücktritt ist die Folge einer konservativen Blockadepolitik, die an Sandkastenspiele erinnert und schlecht für die Stadt Celle ist. Wir bedauern ihren Entschluss, haben aber Verständnis für diesen Schritt. Unsere GRÜNE Fraktion ist auch weiterhin gut aufgestellt und wird auch in Zukunft mit uns gemeinsam für ein GRÜNES Celle ringen!
Wir freuen uns auf die weitere Unterstützung unserer politischen Arbeit mit Rat und Tat durch Georgia, so zum Beispiel bei der Mobilitätsveranstaltung am 23.06.2012!
Landtagswahl 2013
GRÜNE haben ihre Kandidaten für die Landtagswahl 2013 gewählt
Nadin Bisewski, Vorsitzende der Celler GRÜNEN, kandidiert für den Wahlbezirk Stadt Celle / Hambühren / Wietze. Die 35-jährige Erziehungswissenschaftlerin setzt ihre Schwerpunkte neben der Bildungspolitik auf die Themen Kinder, Jugend und Familie, die sie mit klaren Vorstellungen und Zielen verbindet. „Eine gute Politik für Kinder, Jugend und Familie wirkt sich konkret und vor Ort in Celle aus. Die Rahmenbedingungen werden aber in Hannover gemacht und darauf will ich Einfluss nehmen.“, so Bisewski. Familienfreundlichkeit und gute Bildungschancen sieht sie als wichtige Standortfaktoren.
Die Kreisvorsitzende Gertrud Truffel, Sebastian Baumeister, Nadin Bisewski und der Kreisvorsitzende Bernd Zobel
Für den zweiten Wahlkreis (Bergen, Winsen, Faßberg, Hermannsburg, Flotwedel, Wahtlingen, Eschede, Lachendorf und Unterlüß) wurde Sebastian Baumeister gewählt. Der 22-jährige Sebastian Baumeister, zog letztes Jahr für seinen Wahlkreis in den Celler Kreistag und den Samtgemeinderat Eschede ein. Er engagiert sich seit mehreren Jahren für die GRÜNEN und GRÜNE Jugend vor Ort und hat sich einen Namen durch seinen Einsatz im Kampf gegen den Rechtsextremismus in der Lüneburger Heide gemacht. „Gerade in kleineren Gemeinden ist es wichtig, dass alternative Angebote für die Jugend geschaffen werden.“
Mehr...
Ortsverband Hambühren/Wietze/Winsen (Aller)
Biogasanlage „Sandkuhle Walle“
GRÜNE Politik lehnt „XXL –Biogasanlagen“, so wie sie im Wald bei Walle (Winsen/Aller) entstehen sollen, grundsätzlich ab. Der für den Betrieb dieser Agromethananlagen erforderliche Flächenverbrauch wertvoller Ackerflächen sowie die Belastung unserer natürlichen Ressourcen Luft, Wasser und Boden steht in keinem Verhältnis zu der daraus gewonnenen Energie. Keine 3% des bundes-deutschen Stromverbrauches werden von Agromethananlagen gedeckt, also vergleichsweise gering gegenüber der Energiegewinnung aus Sonne, Wind und Wasserkraft - welche nicht in Konkurrenz zur Nahrungsmittelerzeugung stehen. Daher:
Biogas im Zusammenhang mit konventioneller Landwirtschaft – ja!
Biogas als Agroindustrie – nein!
EU-Bürgerbegehren gegen Atom
BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN unterstützen die Europäische Bürgerinitiative gegen Atomkraft und für eine sichere Energiezukunft, die anlässlich des 26. Jahrestages der Reaktorkatastrophe von Tschernobyl gestartet wurde.
26 Jahre Tschernobyl: Atomkraftwerke abschalten, Energiewende konsequent umsetzen!
Vor 26 Jahren ereignete sich die Katastrophe von Tschernobyl, vor einem Jahr die Katastrophen von Fukushima. Nicht erst die tragischen Ereignisse in einem Hochtechnologieland wie Japan lehren uns: Weltweit ist kein Atomkraftwerk vor Unfällen, wie beispielsweise einer Kernschmelze, gefeit. Diese können nicht nur bei Erdbeben auftreten, sondern auch bei Stromausfällen und daraus folgendem Versagen der Notstromaggregate. Atomkraft war und ist eine unbeherrschbare Risikotechnologie, die keine Störfälle und Fehler verzeiht. Jedes weitere Jahr Laufzeit bringt auch die alten deutschen Reaktoren näher an einen möglichen Unfall.
Wir Grüne fordern eine konsequente Energiewende und den Ausbau der Erneuerbarer Energien für einen schnellstmöglichen Ausstieg aus der Risikotechnologie Atomkraft in Deutschland, Europa und weltweit!
Ergebnisoffene Endlagersuche jetzt!
Die Endlagerfrage ist nach wie vor die ungelöste Schlüsselfrage. Gorleben ist aufgrund seiner Geologie als Endlagerstandort völlig ungeeignet und ist ausschließlich aus politischem Kalkül zum Endlager gemacht worden. Ein mögliches Endlager, egal an welchem Standort, muss geowissenschaftlichen Suchkriterien standhalten und nicht der politischen Willkür folgen! Einen gesellschaftlichen Konsens erreichen wir nur durch eine transparente und ergebnisoffene Endlagersuche mit höchsten Beteiligungsstandards und ohne Vorfestlegungen auf den Schwarzbau in Gorleben!
Aus der Asse lernen – Kein Atommüll nach Gorleben
Im "Forschungsendlager" Asse II sollte Sicherheit für Hunderttausende von Jahren gewährleistet sein. Doch schon 17 Jahre nach dem Ende der Einlagerung tritt radioaktive Lauge aus den Salzkammern aus, die Cäsium, Tritium, Strontium und Plutonium enthält. Bisher ist unklar, wo und wie Wasser in den Stollen eindringt und wie der eingelagerte Atommüll zu bergen ist. Die Folgen für Umwelt und Natur sind unabsehbar.
Die absaufende Asse als „Prototyp für Gorleben“ muss Konsequenzen für die Endlagersuche haben. Vor dem Hintergrund der Katastrophe im sogenannten „Versuchsendlager“ Asse II und dem bröckelnden Atommülllager in Morsleben an Gorleben als möglichen Endlagerstandort festhalten zu
wollen, ist absolut verantwortungslos. Wir Grüne fordern: Für den Salzstock Gorleben muss ein unbefristeter Bau- und Erkundungsstopp verfügt werden!
Erneuerbar in die Zukunft
Wir Grüne kämpfen weiter für eine grüne, dezentrale und klimaverträgliche Energiezukunft. Deutschland kann die Stromversorgung mit Atomausstieg und ohne neue Kohlekraftwerke sichern. Dafür brauchen wir aber ein Umsteuern und zwar jetzt!. Die Zukunft liegt in den drei großen E´s: Energieeffizienz, Erneuerbare Energien und Energieeinsparung. Ein Ausbremsen der Energiewende – wie die schwarz-gelben Kürzungen der Solarförderung – darf es nicht geben.
Termine
Donnerstag, 24.05.2012, 19:30 Uhr
Ortsverbandstreffen Bergen/Faßberg/Hermannsburg.
Freitag, 25.05.2012, 15:00 Uhr
Arbeitsgruppe Demografie, GRÜNES Büro Robert-Meyer-Platz
Dienstag, 19.06.2012, 17:15 Uhr
Kreisvorstandssitzung, GRÜNES Büro Robert-Meyer-Platz







